Luftdichtheitsprüfung Die Luftdichtheitsprüfung, auch bekannt als Blower-door-test oder  auch Diferenzdruckmessung genannt, misst die Dichtheit eines  Gebäudes. Dies ist wegen der hohen Wärmedämmung erforderlich.  Bei einer nur mäßigen Gebäudedämmung und der dabei  vorkommenden vielen Undichtigkeiten, ist ein ständiger Luftwechsel  gewährleistet. Ist ein Gebäude nun  gedämmt, so muss verhindert  werden, dass warme Innenluft in die Baukonstruktion eindringen  kann. Denn kühlt die warme Innenluft im Bauteil aus und es  entwickelt sich dabei Kondensfeuchtigkeit, so sind Bauschäden oder  sogar Schimmel zu erwarten. Die Gebäudedichtheit wird mit einem Messgerät durchgeführt. Dabei  wird zum Beispiel die offene Haustür mit einer Plane verschlossen, in  der ein Gebläse integriert ist. Über ein Steuergerät bedient man das  Gebläse um die Luft hinein oder heraus zu blasen. Beim  herausführen entsteht ein Unterdruck, sowie umgekehrt ein  Überdruck.  Der Druck darf dabei nicht abfallen, da dies für undichte Stelle spricht. Ist dies der Fall, so kann  man mit verschiedenen Hilfsmitteln die Leckagen orten. Diese verschließt man dann und die Prüfung wird  wiederholt. In beiden Verfahren muss ein vorgegebener Wert eingehalten werden. Nur dann gilt der Test als  bestanden.      Um die undichten Stellen sichtbar zu machen und zu verdeutlichen, kann man dazu spezielle  Rauchstäbchen verwenden. In großen Fälle ist dies auch mit einem Nebelgerät möglich, welches im Haus  aufgestellt wird und durch Lecks austritt. Aber Achtung! Informieren Sie vorher die Feuerwehr. Sollten  Nachbarn oder Mitmenschen dies für einen Brand halten und die Feuerwehr alarmieren, wird damit einen  Fehleinsatz vermieden.  Des weiteren kann mit einem Strömungsmesser (Anemometer) Undichtigkeiten und die damit verbundenen  Luftbewegungen in zum Beispiel m/s (Meter pro Sekunde) gemessen werden. Sollte es im Gebäude konstruktive luftdurchläßige Öffnungen wie Lüftungsanlagen, Lüfter oder Dunstabzug  geben, müssen diese Stellen vor der Messung verschlossen werden. Übersteigen die Messwerte nicht die Vorgaben, die schon Toleranzen beinhalten, so ist die Prüfung  bestanden. © Oliver Leonhard